Unser Verständnis von Trauma

Ein Trauma ist die Reaktion auf ein Ereignis, welches im subjektiven Erleben nicht mehr bewältigbar erscheint und dabei eine neurobiologische Reaktion im Gehirn auslöst, der für die Betroffenen lang anhaltende Beschwerden verursachen kann. Unfälle, Operationen, Gewaltsituationen oder auch belastende Lebenssituationen, die einen Menschen zutiefst in seinem Selbst- und Weltverständnis erschüttern, können zur Traumatisierung führen.

Die Palette möglicher Beschwerden ist breit gefächert von Schmerzen, Verspannungen, Schlafproblemen, Müdigkeit, Konzentrations- und Erinnerungsstörungen und Reizbarkeit bis hin zu Angst- bzw. Panikattacken. Besonders irritierend erleben die Betroffenen die sogenannten Flash backs, das erneute und unausweichliche Erinnern der belastenden Situation.

Wie stark die neurobiologische Stressreaktion ist und ob diese aus eigenen Ressourcen nach einiger Zeit aufgelöst werden kann, ist von verschiedenen Faktoren abhängig und kann willentlich nicht beeinflusst werden.

Häufig können die Symptome nicht eindeutig dem Trauma zugeordnet werden und sind deswegen für Aussenstehende nicht nachvollziehbar. Dann müssen traumatisierte Menschen zusätzlich um ihre Glaubwürdigkeit ringen, was die Belastungen weiter steigert.